Congress Centrum Alpbach

Wissenswertes über Alpbach

 
Schönstes Dorf Österreich, Schönstes Blumendorf Europas, Dorf der Denker.

Obwohl der Name Alpbach erst im Jahre 1150 erstmals urkundlich erwähnt wurde, erfolgte die Besiedlung bereits vor und um die erste Jahrtausendwende durch die Bajuwaren.

Im Jahre 1860 fand man am Steinberger Joch (Übergang ins Zillertal) eine Bronzeaxt. Man vermutet daher, dass dieser Übergang schon vor der Hallstatt-Zeit begangen wurde.

Die Christianisierung erfolgte im 7. und 8. Jahrhundert durch irische und schottische Mönche. Der Patron der Pfarrkirche (Turm aus dem Jahre 1440, Hauptschiff 1754) ist der Heilige Oswald, ein ehemaliger König von Northumbria in England.

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts fand man am Gratlspitz, Schatzberg und im Luegergraben Kupfer- und Silbererz. Die Handelsfamilie der Fugger aus Augsburg betrieb damals den Erzabbau in Schwaz und Kitzbühel und übernahm diesen auch im Alpbachtal. Der Böglerhof war der Sitz der fuggerischen Verwaltung und des Berggerichtes. Zwei Wirtshäuser gab es bereits damals, den „Böglerhof“ und den „Jakober“, letzteren nur als Branntwein-Schenke. Wegen des zu geringen Ertrages wurde der Bergbau in der Mitte des 19. Jahrhunderts eingestellt.

In Inneralpbach, steht am Waldrand oberhalb der kleinen Kirche der von 1636 bis 1638 von heimischen Zimmerleuten erbaute Bauernhof „Vorder-Unterberg“. Der Hof wurde bis zum Jahr 1952 bewohnt und beherbergt heute ein Bergbauernmuseum. Neben einer Bauernstube, einer Hauskapelle und einer Rauchkuchl können etwa 800 Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände besichtigt werden.

Aufgrund der Abgeschlossenheit des Tales (eine Fahrstraße am Talboden nach Alpbach gibt erst seit 1926) entstand in Alpbach eine eigene Bau- und Wohnkultur (Alpbacher Bauernmöbel), aber auch das Brauchtum blieb deshalb länger erhalten als in vielen anderen Tälern des Landes.

Die touristische Entwicklung begann in Alpbach mit Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1938 verzeichnete Alpbach bereits 110 Gästebetten, heute zählt man bereits mehr als 2.500 Gästebetten und über 300.000 Übernachtungen. Der Tourismus ist zwar der Haupterwerb der heimischen Bevölkerung (2.600 Einwohner), es gibt in Alpbach aber immer noch 105 bewirtschaftete Bauernhöfe, in etwa gleich viele wie vor 100 Jahren.

Alpbach ist seit dem Jahr 1945 Austragungsort des alljährlich stattfindenden Europäischen Forums Alpbach. Durch diesen internationalen Kongress, der mittlerweile mehr als 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verzeichnet, wird das Dorf jedes Jahr im August zum Treffpunkt führender Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Alpbach wird daher auch als „Dorf der Denker“ bezeichnet.

Das erste Kongresshaus in Alpbach wurde Mitte der 1950er Jahre erbaut und wurde nach der Dichterin Paula von Preradovic benannt. Sie schrieb den Text für die österreichische Bundeshymne.

Über Initiative von Kommerzialrat Alfons Moser, Alpbacher Bürgermeister von 1945 bis 1979, beschloss der Gemeinderat im Jahre 1953 die örtliche Bauordnung und verordnete bei Neubauten die Anpassung an den althergebrachten Alpbacher Baustil.

Im Jahre 1975 stellte das Österreichische Institut für Gesundheitswesen in Alpbach die reinste Luft Österreichs fest.

Im August 1983 wurde Alpbach im Rahmen eines Fernsehwettbewerbs des ORF aufgrund des einheitlichen Holzbaustils und des Blumenschmucks zum „Schönstes Dorf Österreichs“ gewählt.

Im Juni 1985 wurde der Gemeinde Alpbach vom Europarat in Strassburg in Anerkennung der Verdienste um die Förderung des europäischen Gedankens die Europafahne verliehen.

Im August 1993 erhielt Alpbach im Rahmen des europäischen Blumenschmuckwettbewerbs der „Entente Florale“ den Titel „Schönstes Blumendorf Europas“ zugesprochen.

Im August 1999 wurde das neue Congress Centrum Alpbach eröffnet. Bei der Errichtung des Gebäudes wurden zwei wesentliche Aspekte besonders berücksichtigt: die Bewahrung des einmaligen Alpbacher Ortsbildes und ein möglichst geringer Energieverbrauch im laufenden Betrieb. Die geniale Architektur des Gebäudes umfasst einen zentral angeordneten Glaskegel und eine südseitig ausgerichtete Glasfassade, die für viel Tageslicht in sämtlichen Tagungsräumlichkeiten sorgen. Im Haus wurde Platz für zwei helle Foyers, einen Plenarsaal für 500 Personen und fünf Seminarräume geschaffen. Die sanfte Eingliederung des Gebäudes in die Landschaft wurde durch eine umfassende Begrünung komplettiert.

Der Kongress- und Tagungstourismus wurde neben der Sommer- und Wintersaison zum dritten Standbein für die Alpbacher Tourismusbetriebe. Das neue Congress Centrum Alpbach erfreut sich einer großen Beliebtheit bei wissenschaftlichen Kongressveranstaltern, Agenturen und international agierenden Unternehmen, was auch in der umfangreichen Referenzliste des Unternehmens widerspiegelt.

Alpbach gehört bei der Entwicklung eines Tagungsangebots, das auf den Prinzipien der Nachhaltigkeit aufgebaut ist, zu den Pionierdestinationen. Im Juli 2010 wurde das Congress Centrum Alpbach als erstes Kongresshaus in Österreich Green Globe zertifiziert. Green Globe ist ein unabhängiges, weltweites Zertifizierungsprogramm für Nachhaltigkeit. Mit seinem Angebot „Nachhaltig tagen im Bergdorf Alpbach“ ist das Congress Centrum auch Lizenznehmer für das Österreichische Umweltzeichen für Green Meetings.

Im April 2011 wurde dem Congress Centrum Alpbach der „Best Center Award“ des Europäischen Verbandes für Veranstaltungs-Centren (EVVC), einer Organisation mit 650 Mitgliedern, verliehen.

 
 

Referenzen

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